von der Leichtigkeit

Moin ihr Lieben,

letztes Wochenende – ihr erinnert euchals die Sonne noch schien, war ich in Deventer, NL.

Ein Wochenende voller Leichtigkeit, laut, fröhlich, bunt .. ach, das tat der Seele gut.

Gestartet bin ich Freitags, eigentlich sollte der Zug um 8.44 Uhr starten, aber wie das so ist, kam – glücklicherweise rechtzeitig – die Info, dass der Zug ausfällt – kurz nachgeschaut und einfach alles um zwei Stunden verschoben. Also einfach noch einen Kaffee in Ruhe zu Hause trinken. Ich wollte mich einfach nicht ärgern, basta.

Die Zugfahrt verlief soweit unspektakulär ,von Bremen über Osnabrück bis Deventer sind es knapp 3 Stunden Zugfahrt, durch das Umsteigen in Osnabrück kommt einem das nicht wirklich lang und weit vor.

In Deventer angekommen war es ein Katzensprung bis zum Hotel, ich konnte auch gleich einchecken, also Koffer abstellen, kurz frischmachen und auf geht’s. 

Deventer liegt an der Ijssel und ist eine alte Hansestadt. 

 

Es war voller Leben, aber nicht überfüllt. Die Sonne hat gelacht, die Straßencafés haben gelockt, es war Maskenfrei – und ich habe mich tatsächlich nicht eine Minute unwohl gefühlt ohne Maske, es wurde einfach ganz selbstverständlich Abstand gehalten, kein Gedränge, wie ich es hier so oft erlebe.

Mein Hotel war direkt im Zentrum, „Am Brink“ und von dem großen Hauptplatz gingen unzählig viele kleine Gassen ab, in denen man sich gut verlieren – aber nicht verlaufen – konnte.

Es gibt unglaublich viel zu sehen: wunderschöne Fassaden, niedliche kleine Geschäfte, viel Farbe. Die Menschen singen und pfeifen vor sich hin – hach, i like it.

Nach und nach erlaufe ich die verschiedenen Ecken: Borderenenviertel, Gildeviertel, de Boreel, de Brink, Lebuinusviertel…

D

Die Geschäfte schließen zwischen 17 und 18 Uhr, ich merke auch langsam, das mir der Tag doch in den Knochen steckt und suche mir ein nettes Lokal, wo ich eine sehr leckere Pizza esse und am Nebentisch passend „la donna e mobile“ gepfiffen wird – keine Chance nicht mit einem dicken Grinsen im Gesicht da zu sitzen. Danke!

Fröhlich vor mich hin summend bummle ich noch einmal durch die Gassen, die auch abends in der Dämmerung bezaubernd aussehen

Im Hotel dusche ich noch und schlafe zeitig ein. Am nächsten Morgen dann der Schreck. Mein Handy ist aus, ich gebe dreimal den – vermeintlich richtigen – Pin ein …zack .. falsch, geben Sie den Puk ein. Jetzt mal im Ernst, wer hat den PUK griffbereit auf Reisen? Ich bislang nicht (ab jetzt immer!). What? Kein Handy, keine Fotos, keine Nachrichten und vor allem: kein Zugticket. Leichte Panik macht sich bemerkbar. Erstmal runter zum Frühstück, Kaffee, vielleicht fällt mir dann eine Lösung ein. Die Lösung kommt in Person von Peter, der mir meinen Kaffee bringt. Ich frage ihn, nach „O2“ – kennt er nicht. Er hört sich mein Problem an, lächelt und schickt mich zu seinem Freund Adam, der einen kleinen Handy-Reparatur- Service um die Ecke hat. Ausdrücklich soll ich betonen, dass Peter mich schickt. Natürlich kann Adam meinen PUK auch nicht umgehen, aber kurzentschlossen wechselt er die SIM Karte, so dass ich mein Handy wieder nutzen kann. Halleluja, der Tag ist gerettet – mir war vorher nicht bewusst, wie abhängig ich von diesem Ding bin. Adam: du bist mein Held.

Nun wieder gut gelaunt, starte ich richtig in den Tag. Als erstes zum Fluß Ijssel. Dort kann man mit der Fähre übersetzen zur „Worp“, ein kleines Naturschutzgebiet, mit Vogelinsel und einem tollen Blick auf Deventer

Ich laufe über die Brücke am Rijkestraatweg zurück nach Deventer und beschließe, es ist Zeit zum shoppen.

und das alles in wunderschöner Kulisse

Jetzt erstmal eine kleine Kaffeepause 

 

Danach wird die „Beute“ ins Hotel gebracht, langsam schließen die Geschäfte wieder, also noch was nettes zum Essen suchen und ein letzter Bummel durch die Abendstimmung

Was soll ich sagen? Es war ein tolles Wochenende. Ich werde sicher noch einmal nach Deventer fahren. Zuhause beim Blick auf den Stadtplan stelle ich fest, das ich noch längst nicht alles gesehen habe.

Ein letzter Blick 

ab ins Bett und am nächsten Tag ging es – leider – bereits zurück nach Bremen. Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist.

Im Zug, Haltestelle Hengeloh, die Durchsage: „Sie verlassen die Niederlande, bitte setzen Sie eine Maske auf“, zurück in der Wirklichkeit, zurück im wahren Leben.

Deventer ich danke dir für diese wunderschöne kleine Auszeit, voller Leichtigkeit und Farbe.

Und ihr? Jetzt ist ja gefühlt der Winter zurückgekehrt, ich bleibe heute gemütlich im Warmen und freue mich auf meine nächste Auszeit.

Wie auch immer: seid gut zu euch.

4 Gedanken zu „von der Leichtigkeit

  1. Als Kind warst du mit uns auch schon oft in Holland,zwar woanders
    aber auch immer gern.Dort gibt es viele so kleine hübsche Städtchen.
    Dieses ist besonders schön.Wozu denn in die „Ferne schweifen“
    wo doch das gute liegt so nah….Wo geht die Reise nächstes hin ???

  2. Hallo Susanne, das sind ja wunderschöne Bilder, ich bin richtig neidisch. Von Holland kennen wir „nur“ Enschede, aber das es so schöne Ecken gibt, war uns garnicht bewusst. Schön, dass Du das alles noch vor der großen Kälte genießen konntest und auch schön, dass Du die Eindrücke wieder mit uns teilst, das hat mir doch richtig gefehlt. Dir noch eine schöne Woche und ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug. Grüße aus Stuttgart, jetzt wieder seit heute schneefrei.

    • Gertiiiiiiii, du Liebe, ich hab dich schon vermisst.
      Ja, Deventer war wirklich wunderschön und bezaubernd- und der Sonnenschein hat es noch schöner gemacht.
      Hier ist es nass und windig, richtig norddeutsches Schietwetter.
      Ich will es wohl dem April zugestehen, aber im Mai sind zwei mehrtägige Touren geplant, da hoffe ich suf besseres Wetter…aber du weißt ja, wenn Engel reisen …

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