R(h)apsodie in grün, blau und weiß

(en) Wölkchen und am Ende ein Bad im gelben Blütenmeer

Moin ihr Lieben,

gestern war ich wieder gemeinsam mit Volker op tour. 

*bääm* – es hat mich voll erwischt, ich bin total verliebt – der Nordpfad Hinterholz und Hohenmoor hat mich mitten ins Herz getroffen.

Aber von Anfang an.

Mittwoch kam eine WhatsApp: wollen wir am Samstag wieder los? Kurz – sehr kurz – überlegt: Corona, Einkäufe kann ich am Freitag erledigen, Bude kann ich auch nächstes Wochenende wieder zum glänzen bringen … „klar“. Ich durfte wieder die Tour aussuchen – Volker fragte mich gestern, wie ich auf diese wunderschöne Tour gekommen sei – ganz einfach: ich hab die Möglichkeit in ein Auto einzusteigen, kann also Ziele anvisieren die ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreiche, kenne seine Streckenbegrenzungen – also kurz im Nordpfade Tourenbegleiter geblättert und mich für den Nordpfad Hinterholz und Hohenmoor entschieden. 

Samstagmorgen also wieder schnell den Rucksack gepackt, noch einmal ordentlich dick Sonnencreme aufgetragen und Abmarsch zum Bahnhof. Um 10.15 Uhr Ankunft in Bremen-Burg, ins Auto gehüpft und los ging es.

Wir sind bis Elm (bei Bremervörde) eine knappe Stunde gefahren – und allein die Fahrt war schon wunderschön. Vorbei an traumhaften Landschaften, blühenden Rapsfeldern (dazu später mehr), Rehe springen über die Felder, Schafe, Kühe, Pferde – das volle Programm für eine Fahrt über Land. 

In Elm ist der Startpunkt der Tour an der Windmühle Henriette

Von hier führt ein kurzer Zuweg zum Elmer Hinterholz einem sehr beeindruckenden Waldstück. Wir laufen knapp 2,5 Kilometer am Wald entlang, der uns mit kräftigem Grün begrüßt. Dank der Sonne leuchten die Blätter an den Bäumen rechts von uns fast magisch und links von uns können wir auf weiter Felder und Wiesen schauen.

Wir albern herum, dass meine Begleitung direkt nach Vorschlag meiner Tour begeistert schrieb: klasse, die (Strecke) kann man abkürzen. Und schwupps – sind wir verwirrt. Ich habe nicht wirklich aufgepasst, weil ich so abgelenkt war von diesem wahnsinnig tollen grün, dem strahlend blauen Himmel, den Schäfchwolken am Himmel – wo sind wir? Ich behaupte nach wie vor, dass Volker mir die Abkürzung unterjubeln wollte, aber es fehlen die Beweise. Also laufen wir einen Teil der Strecke „nach Gefühl“ – egal – es ist wunderschön – wo auch immer wir gerade sein mögen

Die Strecke ist sogar so schön, dass wir umdrehen und sie quasi noch einmal laufen – vorbei an wilden Tieren 

bis wir wieder auf dem „rechten“ Weg sind. Wir haben zwar ein Teil der Strecke „gespart“ – aber keine Laufmeter. 

Der „rechte“ Weg führt uns vorbei am Oste-Schwinge-Kanal durch das stille Elmer Hohenmoor und letztendlich zur Moorschutzhütte Hohenmoor. Hier machen wir erstmal eine ausgiebige Pause. Käsebrot und Tee schmecken. Wir sitzen gemütlich unter Bäumen an einem Grillplatz, aber die Moorschutzhütte bietet – für schlechteres Wetter – auch überdachte Sitzplätze.

Ein Blick auf die Karte sagt uns, noch knapp 5 Kilometer, dann sind wir wieder an der Windmühle. Also Rucksack wieder schultern, ein Blick zurück, nein, nichts vergessen, nichts liegengelassen. Also weiter.

Und jetzt kam wirklich der aller schönste Streckenabschnitt (…*und es hat zoom gemacht*)

Es geht weiter Richtung Tinster Holz, vorbei am Friedhof Tinster Holz und hier haut einen der Blick auf die Landschaft wirklich um.

Wir laufen am Waldrand entlang, wir haben einen weiten Blick über die Landschaft

bevor es wieder in den Wald – dem Elmer Hinterholz – hineingeht.

Über uns das grüne Blätterdach

am Wegesrand Unmengen von kleinen Blumen

und viel zu schnell erreichen wir wieder Elm

und sind wieder am Startpunkt der Windmühle Henriette.

Hach – schön war’s.

Bevor wir wieder ins Auto steigen darf ich noch eine kleine Trink- und Zigarettenpause unter der Windmühle einlegen. Wir bestätigen uns gegenseitig, wie toll die Tour war, was für eine wunderschöne Landschaft wir durchlaufen sind und stellen fest, dass unterwegs eigentlich zum perfekten Glück nur ein großes Rapsfeld gefehlt hat. Nun ja, man kann ja nicht alles haben … denkste 😉

Auf dem Rückweg nach Bremen auf der Höhe Kuhstedt (ja, ernsthaft, es gibt diesen Ort!) fährt Volker schwungvoll von der Straße ab und … ein riesiges Rapsfeld, blauer Himmel, Windräder im Hintergrund. Also nochmal raus aus dem Auto und eine kleine Fotosession eingelegt – soviel Spaß muss sein

Fragt nicht, wie die Klamotten danach aussahen – ich hatte keine Probleme im Zug den Sicherheitsabstand einzuhalten, gelb gesprenkelt wie ich war *lach*

Mit großem Kaffeedurst war ich gegen 17.30 Uhr wieder zu Hause, um viele schöne Eindrücke und Sommersprossen reicher. Ein toller Ausflug.

Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tour – und ihr? Auch schon im Raps getobt?

Wie immer wünsche ich euch noch einen zauberhaften Sonntag, seid gut zu euch – und bleibt gesund.

 

 

 

6 Gedanken zu „R(h)apsodie in grün, blau und weiß

  1. Also im Rapsfeld habe ich noch nicht getobt, eher im Maisfeld. Bei Raps fallen mir nur Unmengen von Pollen ein und wie meine Fenster und Fensterbretter aussehen. 😉 Das aber nur am Rande.
    Es war wieder ein voller Genuss, Deinen Bericht zu lesen und die zauberhaften Fotos eines wunderschönen Fleckchen Erde anzuschauen. Frühling ist eine Wahnsinns-Jahreszeit, alles explodiert förmlich und entfaltet seine schöne Pracht.
    Hab heute noch einen schönen Sonntag und eine möglichst stressarme letzte Aprilwoche.

    • Typisch Du;) ich schwärme von der Pracht und du denkst an Deine Fenster *lach*
      Nein, alles gut.
      Dir auch noch einen schönen Sonntag und vor uns liegt ja eine verkürzte letzte Aprilwoche – juchhu.

  2. Habe grade deinen Bericht entdeckt,du bist ja so begeistert von allem.Hast du denn nie vorher mal so auf die schöne Natur geblickt???Du bist doch ländlich aufgewachsen ,aber früher warst du keine „Wanderratte“;eigentlich mußten wir dich immer locken mit Eis ,oder ähnlichem.Aber schön das du nun so begeistert bist.Habe mir auch mal im Rapsfeld eine Hose versaut,die gelbe Farbe ging nicht mehr raus.
    weiter so…..

    • Ein Eis hätte ich gestern auch genommen ..
      Meine Klamotten sind direkt in der Waschmaschine gelandet und glücklicherweise ist alles wieder tipptopp.
      Bremervörde ist von euch ja gar nicht so weit – die Runde könntet ihr auch laufen gehen

  3. Moin Susanne, soviel Begeisterung ist js richtig ansteckend , wie schön, dass du die tollen Nordpfade entdeckt hast. Jetzt im Frühling sind sie besonders schön, aber auch in allen anderen Jahreszeiten sind sie reizvoll.
    Danke für den mitreißenden Text und die „appetitanregenden“ Bilder, es ist immer ein Vergnügen, dir auf deinen Touren virtuell zu folgen.
    Bin gespannt, welcher Nordpfad dein nächstes Ziel ist

    • Hallo liebe Erika, schön, dass die Begeisterung ansteckt, dann mache ich es ja richtig 😉
      Ich hab ja dieses Jahr viel Zeit, um noch einige Wege zu laufen, Urlaub ist ja erst mal zuhause angesagt.
      Mal sehen, wo es als nächstes hingeht – du wirst es beizeiten erfahren.
      Liebe Grüße

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