Hansaweg Etappe 4 Dörentrup – Extertal

**Werbung – unbezahlt aber voller Dankbarkeit**

Moin ihr Lieben,

weiter geht es – Tag 4 auf dem Hansaweg – 4. Etappe. Ich freu mich.

Wieder habe ich sehr gut geschlafen. Meine Wirtin meint es gut mit mir und hat mir ein Frühstück aufgetischt – halleluja, allein vom gucken bin ich schon satt. Mit Zeit und Ruhe genieße ich Kaffee & Co,, packe meine Pausenbox ordentlich voll.

Ich bekomme noch den Tipp, nicht zum Ausgangspunkt zurückzulaufen – Danke! sondern einfach über den Hof zu laufen und oben links auf einen Pfad der Nabu abzubiegen, dort würde ich ganz automatisch wieder auf dem X9 landen. Ich starte um 8.30 Uhr, es hat nachts endlich etwas geregnet, so dass alles wie frisch gewaschen aussieht, es läuft sich gleich viel leichter, wenn die Luft so schön frisch ist und nicht jeder Schritt mullt.

Ein Blick zurück

und ein Blick nach vorne

einfach ein Träumchen.

Der Hofhund „Fritzi“ begleitet mich, hat er gestern beim Stromern über den Hof auch gemacht, aber ab einem bestimmten Punkt immer die Biege gemacht. Heute nicht. Alle „Befehle“ sind zwecklos, Fritzi findet es toll, eine ausgedehnte Gassi-Runde zu drehen. Noch denke ich, okay, wird schon irgendwann zurücklaufen.

Ich genieße einfach nur die traumhaft schöne Landschaft, entlang an Feldern und Wiesen, durch Hohlwege – einfach nur schön (ich weiß, ich wiederhole mich).

Mein absolutes Lieblingsbild vom heutigen Tag, ich könnte heulen

Mmh, der Hund ist immer noch an meiner Seite – langsam mache ich mir doch Gedanken. Wir sind sicher schon 2-3 KIlometer gelaufen und Fritzi macht keinerlei Anstalten, den Rückweg einzuschlagen. Ich schaue mal auf meiner digitalen Karte nach, gleich komme ich an einer Landstraße vorbei. Ich schnappe mir mein Handy und rufe bei meinen Gastgebern letzter Nacht an. Freundlich werde ich gefragt, ob ich was vergessen habe. Äh, nein. Aber ich hätte da einen Hund im Angebot, ob sie den nicht mal einsammeln möchten. Fassungsloses Schweigen am anderen Ende. Hallo? Ich gebe meinen Standort durch und lege eine Pause ein und warte darauf, dass Herrchen seinen Hund einsammelt. Nach ca. 15-20 Minuten (gefühlt nach Ewigkeiten) fährt Herr P. vor und sammelt seinen Hund ein. Nein, soweit wäre der Hund noch nie weggelaufen

Da ich jetzt irgendwie aus dem Tritt bin, suche ich mir ein nettes Plätzchen und mache eine kleine Snack-Pause, wieder mit schönem Blick. Ich bin am Knubberg, bereits auf 285 m ü.NN heute macht mir das rauf und runter schon nichts mehr aus.

Weiter geht es zum Steinberg, mit 396m die höchste Erhebung auf dem gesamten Weg. Beim Abstieg entlang des Mühlingsberges jagt ein schöner Ausbilck den nächsten. 

Ich bin tatsächlich schon fast am Ziel. Ich komme an einem kleinen „Dorfplatz“ an. Mein Hotel liegt nur wenige Meter links von mir. Ich „gönne“ mir noch eine kleine Extra-Runde, übe schon einmal den Anstieg für den nächsten Morgen entlang an Wiesen und Gärten und drehe noch eine Runde zur Burg Sternberg 

Burg Steinberg

Was soll ich sagen? Das Hofcafé hat – natürlich – geschlossen. Bis jetzt war es mir nicht vergönnt, den Wandertag mit Kaffee UND Kuchen abzuschließen, menno.

Ich mache mich auf zu meiner heutigen Unterkunft. Dort angekommen – viel zu früh – das ging echt zackig heute – ist weit und breit kein Mensch zu sehen. Aber zumindest komme ich schon mal in den Eingangsbereich vom Hotel, wo ich mich „breit“ machen kann und aus einem Automaten zumindest einen Kaffee bekomme. Irgendwann tauchen auch Mitarbeiter:innen auf, ich kann mein – wirklich schönes – Zimmer beziehen. Nach einem kleinen Plausch weiß ich, dass es in der Nähe nichts zum einkehren gibt, also werde ich das Abendessen im Hotel nutzen. Nach einer langen Dusche setze ich mich in den Garten und genieße einfach die Ruhe und lasse meine Gedanken schweifen.

Ich stelle fest, ich bin total tiefenentspannt und voller Dankbarkeit. Dankbar, dass das Wetter so gut mitspielt und ich nicht durch Regen laufen muss, bislang hatte ich nette Unterkünfte, durchweg nette Gastwirt:innen, habe immer den Weg gefunden, auch wenn ich mich ab und an im Kreis gedreht habe und ein paar Extra-Meter in die falsche Richtung gelaufen bin. Ich bin dankbar, dass meine Beine mich so sicher und gut vorwärts bringen, dass mein Körper mit dem „Büro-Fitness-Level“ das alles so mitmacht. Ich habe schon so viele schöne Momente sammeln dürfen, so viel schönes sehen dürfen. Danke ins Universum!

Und schon ist die 4. Etappe geschafft, Tag 4 war wunderschön und ich freue mich schon auf den nächsten Abschnitt.

Heute waren es dann insgesamt 9,96 Kilometer und 2 Std. Gehzeit.

Die Etappen 1 Herford – Bad Salzuflen, Etappe 2 Bad Salzuflen – Lemgo und Etappe 3 Lemgo – Dörentrup könnt ihr natürlich auch noch nachlesen.

Wofür seid ihr dankbar? Ich wünsche euch einen schönen Samstag – wie immer: seid gut zu euch.

 

 

8 Gedanken zu „Hansaweg Etappe 4 Dörentrup – Extertal

  1. Hallo Suse,
    es ist immer wieder schön von deinen interessanten Wanderungen zu lesen. Es ist als ob wir mit dir wandern. Viel Freude noch auf deinem weiteren Weg. Liebe Grüße Marianne und Rainer

  2. Wieder all diese schönen Landschaftsbilder,herrlich.
    Da kriegt man Lust auch mal wieder im Wald zu laufen,was wir früher ja viel gemacht haben.Nur das du es als Kind wohl nicht ganz so toll fandest….
    Morgen gehts auf die nächste grosse Tour,dazu genau soviel Spass und hoffentlich auch so tolles wetter?!was heute nicht so aussieht

  3. Hallo Susanne, wir sind auch wieder total begeistert von Deinen schönen Fotos und die amüsanten Kommentare 😉 Noch eine Bemerkung zu gestern: uns ist das Gleiche einmal mit einer Katze passiert, die uns fast die ganze Wanderung begleitet hat und nicht zum Umkehren zu bewegen war, hat ihr wohl Spaß gemacht. Wir sind schon sehr gespannt was als nächstes kommt, soviel bergauf und -ab sind wir von Dir garnicht gewöhnt. Noch einen schönen Sonntag und Grüße aus Stuttgart.

    • Liebe Gerti, die nächste Tour wird auch wieder flacher, die höchsten Hügel dürften da Deiche sein…wobei das auf und ab ja letztendlich auch Spaß macht.
      Was sind denn eure nächsten Pläne?
      Liebe Grüße aus Bremen

  4. Wenn die Götter uns hold sind, werden wir Thassos „erobern“; aber das sind noch 6 Wochen hin bis es soweit ist. Bis dahin werde ich Deine Reiseberichte genießen und denke ab jetzt immer an Dich, wenn ich morgens am Stuttgarter Bismarckturm zur Arbeit vorbeifahren; sieht übrigens genauso aus wie der auf Deinen Bilder, dieser Stil war wohl mal topmodern.

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