von Scheeßel nach Lauenbrück

**Werbung da Verlinkung und Ortsnennung – wie immer unbezahlt**

Moin

November, Sonntag, gutes Wetter ist angesagt – ihr wisst Bescheid, oder? Rucksack, Kamera – Abmarsch.

Dieses Mal hatte ich mir den Nordpfad Wümme und Vareler Heide ausgeguckt.

09.58 Uhr Abfahrt am Bremer Bahnhof, Ankunft in Scheeßel 10.35 Uhr bei 2 Grad und Sonnenschein. Scheeßel, da war doch was? Eine kleine, ruhige Stadt, knapp 7.000 Einwohner – und einmal im Jahr wird der Ort vom „Hurricane-Festival“ überrollt, wenn man durch die ruhigen, gepflegten Straßen läuft, kann man sich das nicht wirklich vorstellen.

Vom Bahnhof zum Startpunkt des Nordpfades Wümme und Vareler Heide am Meyerhof sind es knapp 1.3 Kilometer.

Der Meyerhof ist eine alte Hofanlage und dient heute als Kultur- und Begegnungsanlage.

Hier lohnt es sich, einen, zwei oder auch mehrere Blicke zu werfen und die Anlage in Ruhe zu bestaunen und zu umrunden.

Direkt hinter dem Meyerhof geht es dann auch los, über eine kleine Brücke läuft man durch die Natur, aber schon schnell gibt es den nächste Stopp am Heimathausgelände Scheeßel. Auch hier sollte man sich die Zeit nehmen, alles in Ruhe zu erkunden.

Nach diesem kleinen Stopp läuft man ein kleines Stück durch ein Wohngebiet und schwupps ist man in der Wümme-Auenlandschaft. Wunderschön. 

Hier läuft man knapp 1.6 Km und erreicht die L 130. Ich habe im Kopf, dass die Straße überquert werden soll, bin aber unschlüssig, in welcher Richtung ich dem Fuß- und Radweg folgen soll. Irgendwie entdecke ich auch kein aussagekräftiges Schild. Also laufe ich nach Gefühl los und nach etwas über knapp 1 Kilometer (ohne das bislang ein Schild gekommen wäre) überprüfe ich dann doch mal mein Gefühl und stelle fest: falsche Richtung. Also zurück zum Ausgangspunkt und Abmarsch in die andere Richtung – hier kommt dann auch nach wenigen Metern wieder die bekannte Nordpfade Wegemarkierung. Wann lerne ich es endlich, dass die Markierungen immer relativ zügig erscheinen und höre auf, erst einen Kilometer zu laufen? Da arbeite ich noch dran.

Nachdem ich die korrekte Richtung eingeschlagen habe erscheint auch bald ein Hinweis, dass ich die Straße überqueren und in einen Feldweg abbiegen soll. Hier laufe ich doch die offene Feldmark bis zur Hofstelle Griemshoop. 

Hinter Griemshoop biege ich – wie beschrieben – links in einen Feldweg ab. Dieser Weg soll mich nach Rehr und durch den Lauenbrücker Wald zum LandPark Lauenbrück führen.

Tja, und hier habe ich mich irgendwie in die Irre führen lassen. Ich bin am Ende am LandPark Lauenbrück angekommen aber mit einigen mehr an Kilometer auf dem Zähler als geplant. Ich versuche nach wie vor herauszufinden, wo ich mich habe verwirren lassen, aber bislang konnte ich es nicht herausfinden. Das ist nicht schlimm, der Weg war trotzdem wunderschön. Der Ausdruck „goldener Herbst“ hat es an diesem Tag wirklich getroffen, überall leuchteten bunte Bäume, es roch nach feuchter Erde, Moos, nassem Laub. Die Ausblicke waren wunderschön. 

Am LandPark Lauenbrück habe ich eine Pause eingelegt, mir noch ein wenig den Park angeschaut, es genossen in der Sonne zu sitzen, meinen heißen Tee zu trinken und mich auszuruhen.

Auch eine neue Freundschaft habe ich noch geschlossen 🙂

Aufgrund der Tatsache, dass ich dann doch etwas k.o. war von den Extra-Kilometern und es langsam frischer wurde, habe ich beschlossen, vom LandPark die knapp 2,2 Kilometer zum Bahnhof Lauenbrück zu laufen und von dort zurückzufahren.

So werde ich in absehbarer Zeit nochmal nach Lauenbrück fahren und von dort die zweite Hälfte des Weges laufen, Haus Wümmetal, Vareler Heide, Köhlerhütte und dann zurück über den Wümmestrand vorbei am Meyerhaus zum Bahnhof Scheeßel. So habe ich noch etwas zum „drauf freuen“.

Seid ihr auch schon einmal „vom Weg abgekommen“? Vermutlich habe ich mich einfach von der wunderschönen Natur ablenken lassen und irgendwelche Schilder übersehen? Oder es sollte so sein, damit ich einfach ein bißchen mehr vom Weg habe? Wer weiß das schon.

Wie auch immer – habt einen schönen Sonntag und seid gut zu euch.

 

 

10 Gedanken zu „von Scheeßel nach Lauenbrück

  1. Ich weiß nicht, ob es an Scheeßel liegt oder an den Nordpfaden, aber Verirrung ist mein Stichwort, wenn ich das höre. Ich war im Frühjahr mit Romy von Etappen-Wandern.de da und was soll ich sagen – wir haben uns ca. 3x übel verlaufen. Die Beschilderung hatte irgendwie Luft nach oben, wobei wir vermutlich auch oft einfach zu viel gequatscht haben. Bei uns war es übrigens der Rundweg Kirchsteg-Moore-Bäche. Ein besonderes Highlight war, dass ich meine neuen Schuhe einlaufen wollte und irgendwann wirklich Schmerzen hatte. Ein zweites Paar hatte ich, ganz Profi, natürlich nicht dabei. Bin in Hamburg gefühlt auf allen Vieren aus dem Zug gekrochen.
    LG
    Audrey

    • Liebe Audrey, glücklicherweise war ich kurz davor den Nordpfad „Dör’t Moor* gelaufen und da war die Beschilderung spitze, von daher vermute ich einfach mal, ich hab nicht ausreichend aufgepasst.

      Tja, was soll ich sagen? Ein zweites Paar Schuhe habe ich auch nie dabei – es sei denn im Urlaub – aber da sind sie dann im Koffer 😉 Dann darf ich mich jetzt wohl auch zu den Profis zählen? 😉

      Schön, dass du vorbei geschaut hast – ich fühle mich geschmeichelt.
      Liebe Grüße nach Hamburg

  2. Da hat wohl auch das Smartphone nicht mehr geholfen….
    Hauptsache der Weg war schön,und den Bildern nach zu urteilen war er es.
    Nun kommt erstmal der Winter,aber nächsten Frühjahr ist die Natur auch nochmals anders.Weiter so

    • Nee, da hat auch das Smartphone nicht mehr geholfen – ich habe es wie Papa gemacht „ich nehme die Abkürzung“ …
      Der Weg – auch die Extrakilometer – war wirklich schön. Ich bin immer wieder sprachlos, was Natur kann.

      Ja – der nächste Frühling kommt, aber ich hoffe auch auf ein paar schöne Wintertouren.

  3. Hallo aus Stuttgart. Wahrscheinlich hätte ich mich auch verlaufen, allein schon wegen diesem wunderschönen blauen Himmel (oder weil Thomas die „Abkürzung“ kennt, da Problem ist mir auch vertraut ;-)) . Den blauen Himmel und die Sonne kennen wir bald nur noch aus Erzählungen, hier ist es gefühlt seit Wochen nebelgrau-dunkelgrau-hellgrau und wieder nebelgrau. Aber iIch freu mich immer, dass Du mir so Euren tollen Norden so nahebringst mit Deinen wunderschönen Bildern und Texten.
    Eine schöne Woche wünscht Dir Gerti aus dem wieder nebeldunkelgrauen Stuttgart.

    • Gerti Du Liebe, da bist du ja wieder.
      Wir haben hier zwischendurch auch richtig graue Tage – vor allem schön diesig – gefühlt kannst du die Hand vor Augen dann nicht sehen. Aber wenn der Himmel aufreißt, dann hält die Natur ein Feuerwerk an Farben für uns bereit.
      Schön, dass ich dir so den Norden schmackhaft machen kann, vielleicht kommt ihr ja doch noch mal zu Besuch – ein paar schöne Ecken wüsste ich euch schon zu zeigen.
      Ich wünsche euch eine (möglichst) besinnliche Vor-Weihnachtszeit

    • Liebe Erika,
      hab vielen Dank für dein tolles Feedback. Und wenn du noch Tipps für mich hast, für Wanderungen in und um Bremen, dann „her damit“.
      Gruß von Bremen nach Bremen.

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