Wir feiern

**Werbung – da Verlinkung und Ortsnennung – völlig unbezahlt**

„Schnegge wir machen uns einfach eine schöne Zeit und feiern die Freundschaft und das Leben“ 

Das sollte das Motto für eine kleine Auszeit in der Lüneburger Heide werden. Wie das so ist, wird vorher noch hin und her ge“whatsappt“ – nehmen wir noch für Abends eine Flasche Wein mit? Was zum Knabbern? Es soll so heiß werden, können wir überhaupt wandern gehen? 

Egal, wir nehmen es, wie es kommt und machen einfach das Beste draus.

Letzten Samstag ging es am späten Vormittag los nach „Tütsberg“ in der Lüneburger Heide, zwischen Schneverdingen und Behringen.

Wir hatten Glück und konnten direkt unsere Zimmer beziehen, also Tasche rein, Rucksack geschnappt und wieder los.

Da es bereits halb zwei war und es schon 34 Grad hatte, sind wir mit dem Auto nach Undeloh gefahren. 

Undeloh liegt mitten im Naturschutzgebiet der Heide und ich hatte vorher schon entdeckt, dass es dort auch einige kürzere Rundwanderwege gibt. Wir haben uns für den 7,2 Kilometer langen Heidelehrweg entschieden. Start ist am Dorfteich 😉

Nur wenige Schritte und wir stehen mittendrin:

Heide satt! 

Es ist warm, es ist staubig, es gibt keinen Schatten – aber wunderschön. Wir können gar nicht genug schauen und uns freuen.

Einen Blick weiter 

sieht man, dass die Landwirte ebenfalls fleißig sind. 

Wir folgen dem Weg

und genießen einfach

(es folgt jetzt eine stark reduzierte Anzahl an Bildern – vertraut mir, es gibt wesentlich mehr davon)

Normalerweise laufe ich 7 Kilometer sehr locker und entspannt. Aber es wird gefühlt immer wärmer, das Wasser ist längst ausgetrunken, die Pferdekutschen die an uns vorbeifahren wirbeln noch mehr Staub auf. Das Mantra des letzten Kilometers lautet „ach, wie schön wäre ein Kaltgetränk“.

Glücklicherweise endet der Weg direkt am Heide-ErlebnisZentrum in Undeloh. Wer mag, kann sich hier noch eine Ausstellung zum Thema Heide anschauen. Mich interessiert nur die Terrasse mit schattigen Plätzchen und die Aussicht auf eine große, eiskalte Cola light. Trinke ich normalerweise so gut wie nie, in der Heide sollte ich davon öfters mal eine sehr gierig herbeisehnen. 

Wir sind in Niedersachsen, das heißt, auch auf der Terrasse müssen wir den Corona-Pflicht-Zettel ausfüllen. Nacheinander gehen wir in das kleine Café und holen uns unsere Getränke. Die Servicekraft versucht, uns für den Buchweizenkuchen zu begeistern. Keine Chance – später. Erstmal nur was kaltes zu trinken. Natürlich haben wir später noch reichlich die Spezialität der Lüneburger Heide ausführlich getestet und für sehr lecker befunden.

Mittlerweile ist es knapp 17 Uhr geworden, ich möchte gerne noch die Kirche in Undeloh besichtigen. Wir laufen durch den kleinen Ort der voll auf Tourismus ausgerichtet ist. Es gibt völlig überteuerten Heide-Honig, Schaffelle und Heidekränze von hübsch bis total kitschig zu kaufen. Beim Anblick der Schaffelle bricht uns schon wieder der Schweiß aus. 

An der St. Magdalenen-Kirche angekommen haben wir Glück. Eigentlich will eine Dame diese gerade abschließen, aber sie lässt uns noch in Ruhe schauen. 

Eine sehr hübsche kleine Kirche, der hölzerne Glockenturm steht übrigens neben der Kirche. Sehr wanderfreundlich mit einer Bank davor.

Ich habe noch eine Kerze für meine Omas angezündet und dann wollten wir die nette Dame auch Feierabend machen lassen. Wobei wir dann vor der Tür doch noch einen längeren netten Schnack gehalten haben.

Meine Freundin und ich beschließen, dass wir für heute genug Sonne hatten und fahren – vorbei an einem großen Gladiolen Feld zum selber pflücken – zurück ins Hotel. Endlich duschen, wir fühlen uns durch den Staub und aufgewühlten Sand auf dem Wanderweg doch leicht paniert. 

Abends können wir noch schön lange draußen sitzen, nach dem Essen drehen wir noch eine kleine Runde über die Hofanlage, sehen endlich Heidschnucken

und suchen uns auf dem großen Gelände noch eine Picknick Bank, wo wir unter großen Bäumen sitzen und noch ein zwei Gläser Wein trinken bis wir gegen 22 Uhr jede müde und sonnenverbrannt (zumindest ich) auf ihr Zimmer gehen und dank der unglaublichen Stille ganz schnell einschlafen.

Was für ein schöner erster Tag.

Und ihr? Genießt ihr die hohen Temperaturen oder seid ihr auch verzweifelt auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen? 

Wart ihr schon mal in der Lüneburger Heide?

Ich genieße jetzt den Sonntag und wünsche euch einen tollen Tag.

Bleibt gesund und wie immer: seid gut zu euch.

4 Gedanken zu „Wir feiern

  1. Ja, die Lüneburger Heide ist immer eine kleine Reise wert. Und wenn dann auch die Heide schon blüht und Heidschnucken den Weg kreuzen, die Unterkunft top und eine sehr gute Freundin als Begleitung dabei ist – was will man mehr.
    Wieder ein wunderschöner Bericht, sowohl in Text als auch im Bild.
    Ich war in meiner Jugend mehrere Male in der Lüneburger Heide und habe mich im letzten Jahr zumindest mal wieder für ein paar Stunden dort aufgehalten und die Schönheit genossen.
    Ich könnte jetzt zum Gegenbericht übergehen und von meinen Tagen im Leipziger Neuseenland berichten, aber das würde zu weit führen. Kann es nur empfehlen.
    Allerdings würde ich es das nächste Mal bei weniger Hitze besuchen, denn die vertrage ich jedes Jahr schlechter. Um also Deine Frage zu antworten: ich bevorzuge in jedem Fall den Schatten. 😉
    Dann hoffen wir mal auf eine halbwegs wohltemperierte Woche.

    • Liebe Sandra. Mach mal ein wenig Platz für mich im Schatten

      Leipziger Neuseenland klingt auch toll. Ich meine ich hab da schon mal einen Bericht drüber gesehen.
      Dir auch eine gute Woche

  2. Das war ja erst der erste Tag,kommt da noch mehr???
    Tolle Bilder ,da kann man schon neidisch werden.Ähnlich ist ja auch der Halligflieder,
    leider konnten wir dieses Jahr nicht hin.Freue mich auf weitere Berichte

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